
Rodeln auf dem Anninger
Kategorien: Niederösterreich - Winter
Bei ausreichender Schneelage fahren Eltern und Kinder zum Rodeln auf den Anninger. Von Gumpoldskirchen wandern Familien zum Anninger Schutzhaus und rodeln von dort aus zügig bis nach Mödling.
Rodeln auf dem Anninger bedeutet: zuerst eine gemütliche, etwa einstündige Wanderung durch Weingärten und den verschneiten Wald, anschließend eine flotte Rodelpartie auf einer breiten Forststraße, die keine allzu hohen Anforderungen stellt.
Ausgangspunkt ist der grün markierte Kalenderweg in Gumpoldskirchen hinter der großen Deutschordenskirche: die Stufen beim Kalvarienberg hinauf, bis man einen breiten Weg kreuzt, dort links halten und dem rot markierten Weg bis zur nächsten Kreuzung inmitten der Weinberge folgen, hier rechts, den Kalenderweg entlang bis zum Anninger Schutzhaus. Hierbei handelt es sich um einen ausgetretenen Pfad und keine breit geräumte Straße.
Wer möchte, nimmt in der Hütte vor der Abfahrt eine Stärkung zu sich. Das Anninger Schutzhaus ist ganzjährig bewirtschaftet (Mi-So, außer Juli). Vor dem Haus gibt es einen Natur-Spielplatz für die Kinder. Die Schlitten müssen Eltern und Kinder allerdings selbst mitziehen, da es im Schutzhaus keinen Verleih gibt.
Von dem 624m hoch gelegenen Anningerhaus geht es nun über die Forststraße nach Mödling. Ein Stück hinter der am Weg befindlichen "Breiten Föhre" (die bereits um die 450 Jahre alt ist) kreuzen die Rodler eine weitere Forststraße - auf diese rechts abbiegen. Am Schluss mündet der Forstweg in einen breiten Wanderweg (grün markiert), der die Familien zu einem Parkplatz bringt.
Von hier aus gelangt man über die Zufahrtsstraße bis zur Schillerstraße, von wo aus ein Bus zum Bahnhof Mödling (per Bahn nach Gumpoldskirchen) verkehrt.
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| Warnung - macht das nicht! (gast, 07.03.2005) |
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An alle Familien - ich kann Euch vor diesem Ausflugsziel nur warnen, wir haben das letztes Wochenende mit unserem Neffen gemacht (wird im Juli 4 Jahre) - es war schrecklich! Die "gemütliche" Wanderung beginnt mit hohen, schneeverschneiten Stufen, auf denen man als Erwachsener schon Schwierigkeiten hat, Halt zu finden, dann gelangt man auf einen Forstweg, der nicht gestreut ist, weil auch der als Rodelbahn genutzt wird, also am Rand halten , um nicht von Rodelnrasern erfasst zu werden - und haltet Eure Kinder fest!!! Hätten wir gewußt was noch auf uns zukommen, wären wir dort runtergefahren und hätten uns den Rest erspart, aber wir hatten eine gemütliche Wanderung durch verschneite Wälder und Weinberge vor unserem geistigen Auge, was dann jedoch kam, war eine ungefähr 100m "Spaziergang" durch Weinberge und eine gut 1 stündige Wanderung durch auf einem steilen, kaum geräumten Weg durch den Wald, bei jedem 2. Schritt rutscht man ab, man findet fast keinen Halt und das mit Schlitten am Arm und Kind, das man Huckepack trägt, weil es einfach nicht möglich ist, ein Kind alleine gehen zu lassen. Der Weg ist gut markiert, das stimmt, sonst hätte man auch ständig das Gefühl, komplett falsch zu sein, weit und breit keine romantisch verschneiten Wege, sondern ein ungefähr 20 cm breiter getretener Pfad, der den Gleichgewichtssinn auf Anschlag bringt und die Schweißperlen treiben läßt. Sollte das Gegenargument kommen, dass man ja nicht wußte, daß der Kalenderweg nicht geräumt wird, dann frage ich mich, warum man Familien dorthin schickt, wenn man sich vorab nicht darüber informiert, wie die tatsächliche Lage ist!? Nach 1 Stunde schleppen, schwitzen und fluchen kommt man dann im Anninger Schutzhaus an, von wo die Rodelpartie nach Mödling losgeht...die ersten 150 m sind super, da geht's dann auch bergab, den Rest verbringen sie mit schieben, was auf der eisglatten Forststrasse ein "Heidenspaß" ist, am Ende der Rodelbahn ist es dann aus mit der Markierung, aber keine Sorge, sie haben zwichen 3 Richtungen die Wahl und werden sich sicher für die Falsche entscheiden, macht nichts, es ist lustig, mit Rodel und müdem Kind durch ganz Mödling zu stapfen (die Busse fahren am Wochenende im Stundentakt), also haben sie die Wahl zwischen Warten und Wandern...ein auf jeden Fall mehr als sportliches Wochenende! An alle Familien, die vielleicht überlegen, das zu tun, lassen sie sich gewarnt sein, dieser Ausflug ist absolut NICHT für Kinder geeignet - fahren sie mit ihnen auf die Jesuitenwiese oder auf den Roten Berg - ihren Kindern und ihren Nerven zuliebe! Ein guter Rat, nehmen Sie ihn an!
S. Stocker, Wien |
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| AW: Warnung - macht das nicht! (verena, 07.03.2005) |
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Liebe Fam. Stocker!
Es tut mir leid, dass die Rodelpartie diesmal nicht Ihren Erwartungen entsprochen hat. Zum Kalenderweg möchte ich sagen, dass es sich hierbei um einen Pfad handelt, der nicht per Auto befahrbar ist und daher auch nicht im großen Stil geräumt werden kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass durch die derzeitige Wetter- und Schneelage der Aufstieg womöglich eine größere Herausforderung darstellt als zu anderen Zeiten. Es gäbe die Variante, über die geräumte Straße von Mödling her aufzusteigen, aber natürlich muss man hier mit entgegen kommenden (und eventuell sehr rasanten) Rodlern rechnen. Mir ist bekannt, dass diese Rodelroute in der Umgebung Mödling als "Insidertipp" gehandelt wird und recht beliebt ist. Ich möchte Ihnen trotzdem für Ihre Stellungnahme danken. Mit freundlichen Grüßen, Verena G. (red.) |
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| MACHT DAS UNBEDINGT!! (krammerg, 23.02.2009) |
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liebe leserInnen & freunde der rodel!
wir waren gestern (sonntag 22.02.09) am anninger und es war hervorragend! ich weiß nicht wo der autor des artikels vom 07.03.05 war - ist nicht nachvollziehbar.
der aufstieg (vom restaurant/hotel richardhof) ist mit 35(!!) minuten vor ort angeschrieben, tatsächlich geht man knapp über eine stunde (absolut kindertauglich). leider kommen laufend rodler auf dem schmalen weg entgegen, was immer zu einem fast-crash führt (sind aber eh langsam). man sollte unbedingt die abfahrt über die straße nehmen.
die ausschilderung ist perfekt.
wenn man in das anninger schutzhaus einkehrt, richt man bald selbst wie ein schnitzel - aber mit einem tee in der thermos muss man das ja nicht unbedingt.
abfahrt ist lustig! nicht vereist, dafür gepresster schnee. wir sind bei der "krauste linde" rechts durch den wald abgebogen (rat des wirtes). hier kann man nur rd. 50% rodeln, den rest gehen. ob es über die "breite föhre" besser gewesen wäre weiß ich nicht. den kinder hat es rießig spass gemacht.
also viel spaß - schnee liegt mehr als genug!
lg g. |
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