Schatzkammer auf Burg Forchtenstein
Kategorien: Burgenland - Burgen & Schlösser
- Schlechtwetter
Von April bis Oktober werden die Räume der Esterházy Schatzkammer auf Burg Forchtenstein wieder für BesucherInnen geöffnet.
Die Esterházy Schatzkammer auf Burg Forchtenstein ist eine kunst- und kulturhistorische Rarität. Sie ist die einzige Kunst- und Wunderkammer aus dem 17. Jahrhundert in Europa, deren Räume und Einrichtungsgegenstände noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten sind.
Die Esterházy Schatzkammer wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Paul I. Fürst Esterházy erbaut. Sie ist tief im Inneren der Burg verborgen und durch ehemals komplizierte Sperrmechanismen geschützt. Drei Schlüssel waren notwendig, um in die Schatzkammer zu gelangen.
Im Zuge des Ausbaus der Burg wurde ein eigener Trakt für die Schatzkammer errichtet. Hierher kamen nun alle wertvollen und kuriosen Objekte. Nach seinem Tod wurde die Kammer von seinen Nachfolgern kaum mehr weitergeführt.
Die Schatzkammer folgt dem Typus der Kunst- und Wunderkammer der Renaissance und ist eine späte Erscheinung der humanistischen Sammlungsidee. Die Grundidee war, die Welt in allen ihren Facetten im Kleinen in der Kammer festzuhalten. Gesammelt wurde folglich alles, was die Welt in ihren Ausprägungen zu repräsentieren schien.
Die Esterházy Schatzkammer ist aufgrund konservatorischen Erfordernisses nur im Rahmen von geführten Kleingruppen (10-15 Personen) zu besichtigen.