Konrad Lorenz Forschungsstelle
Kategorien: Oberösterreich - Natur & Abenteuer
Konrad Lorenz Forschungsstelle - Im Tal der Vögel in Grünau sind Kolkraben, Graugänse und Walrappe die Stars
Was wäre Grünau im Almtal ohne ihre berühmt gewordenen Graugänse von Konrad Lorenz? Die Forschungsstelle Konrad Lorenz im Cumberland-Wildpark wird von Dr. Kurt Kotrschal, Assistenzprofessor für Zoologie an der Universität in Wien und Nachfolger des weltbekannten Verhaltensforschers und Nobelpreisträgers Konrad Lorenz, seit 1990 erfolgreich geleitet und für Eltern und Kinder zugänglich gemacht.
Im Alter von 70 Jahren begann Konrad Lorenz sich im Zuge seiner Forschungstätigkeit den freifliegenden Graugänsen zu widmen. In Grünau im Almtal wurde ein geräumiges, altes Forst- und Mühlengebäude, umgeben von gänsegerechten Wiesen, adaptiert. Nahe dem Wildpark Cumberland wurden abseits des Besucherstromes Teichanlagen und kleine Hütten zur Handaufzucht von Gänsen geschaffen.
Die Graugänse im Almtal sind die einzige Wirbeltiergruppe der Welt, die über 40 Jahre hindurch ständig beobachtet wurde - davon allein 20 Jahre in Grünau. Seit längerem beschäftigt sich die Forschungsstelle aber nicht mehr nur mit Graugänsen, sondern auch zum Beispiel mit den Kolkraben. Die hochintelligenten Vögel haben die Forscher dazu angeregt, die Fähigkeiten der Tiere und die Art, wie sie diese einsetzen, zu studieren.
Mit einem Gewicht von nahezu 1,5 kg und der beachtlichen Flügelspannweite von mehr als einem Meter, bleiben die imposanten Vögel wohl jedem in guter Erinnerung, der erst einmal das Vergnügen hatte, sie aus der Nähe zu betrachten.
Um kein bisschen weniger interessant gestaltet sich der Waldrapp, ein eigentlich in Mitteleuropa bereits seit 350 Jahren ausgestorbener Ibisvogel, der dank der bemerkenswerten Arbeit der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle hoffentlich bald wieder in unseren Breiten anzutreffen sein wird. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fliegen jetzt bereits 23 Waldrapps im Almtal.
Dr. Kotrschal und seine Mitarbeiter sind gerne dazu bereit, Eltern und Kindern an Ort und Stelle mehr über die Verhaltensforschung bei einer Führung durch die Forschungsstelle näherzubringen.