Lehr- und Wanderweg durch das Himmelreichbiotop
Der ca. 500 m lange Lehr- und Wanderweg durch das Himmelreichbiotop ist durch eine Hinweistafel leicht zu finden. Vom Parkplatz gehen Eltern und Kinder direkt zum Biotop-Areal, wo als erstes Schau- und Beobachtungsobjekt ein ca. 200 jähriger Lindenstamm dient. Er beheimatet verschiedene Tiere (Käfern, Würmern, Spinnen) und Pflanzen (Moosen, Flechten und Pilzen).
Entlang des Lehr- und Wanderweges sind verschiedene Obstbäume gepflanzt, die zum Teil der Erhaltung alter Obstsorten dienen. Der Wanderweg ist auch ein Gesteinslehrpfad und informiert Eltern und Kinder über die in der Region vorkommenden Gesteinsarten.
An der nächsten Biegung sind wieder Bäume und Sträucher gepflanzt: Eine Reihe von Schwarzerlen bildet eine natürliche Grenze zur Nasswiese und dem Erlenbruchwald mit dem ersten Teich. Nach den Schwarzerlen erstreckt sich links des Weges eine große Nasswiese, die noch als Streuwiese genutzt wird. Sie wird aber nur einmal im Jahr, frühestens Mitte Juli gemäht.
Zur Blütezeit der vielen seltenen Blumen bzw. Orchideen sind Namenschilder als Bestimmungshilfe ausgesteckt. Schaukästen und Bänke laden immer wieder zum Beobachten und Verweilen ein. Nach einem kleinen steileren Anstieg und einer leichten Rechtsbiegung sehen die Familien links oben eine Baumgruppe, die von Graureiher, Eichelhäher und Mäusebussard bevölkert wird.
Zwischen der Baumgruppe und dem nächsten kleinen Teich, einem Quellteich, erstreckt sich eine ca. 1 ha große, meist beschattete Bergwiese. Im trockeneren unteren Teil der Bergwiese wächst das Pfeifengras und der idyllische Quellteich ist fast flächendeckend mit Fieberklee bewachsen.
Die Fauna dieses Teiches ist ebenfalls sehr reichhaltig: Es halten sich hier einige Libellenarten auf, aber auch Wasserläufer, Gelbrandkäfer, Post- u. Spitzhornschnecke leben hier. Bei einem kleinen Abstecher in den Wald können die Familien einige Spechtbäume sehen. Als nächstes erreichen Eltern und Kinder eine magere Bergwiese mit einem kleinen Rastplatz.
Die Gesteinsarten entlang der Bergwiese sind beschildert und werden gerne von Zauneidechsen für ein Sonnenbad genützt. Weitere Schaukästen mit verschiedenen Erzen und Mineralien ergänzen hier den Gesteinslehrpfad. Eltern und Kinder sehen am Wanderweg durch das Himmelreichbiotop in Micheldorf auch viele heimische Strauch- und Baumarten. Überall ringsum an den Bäumen wurden Nisthilfen für die über 80 Vogelarten angebracht, die unzählige Vögel beherbergen.
Hier teilt sich der Weg: Links bergauf führt ein Wirtschaftsweg auf den Michelberg ins so genannte Himmelreich, und über Parnstall erreichen Eltern und Kinder die Straße zum Kremsursprung, die wieder talauswärts zum Parkplatz führt (Gehzeit ca. 1 Stunde). Der eigentliche Lehrpfad durch das Himmelreichbiotop führt rechts bergab, entlang einer sumpfigen Lichtung in Richtung Ausgangspunkt des Wanderweges.
Nun betreten Eltern und Kinder ein Areal mit weiteren Teichen, Rastplätzen, Schaukästen und einem kleinen Steingarten. Vom letzten, größeren Teich mit einer Aussichtsbank haben die Familien einen schönen Ausblick auf den „Georgiberg" in nordöstlicher Richtung und die Kremsmauer im Westen. Auf dem letzten Stück des Weges zum Parkplatz wird noch bei zwei Ameisenhaufen über die verschiedenen Ameisenarten informiert.
Der Lehr- und Wanderweg ist mit dem Kinderwagen gut befahrbar. Nähere Informationen über das Himmelreichbiotop erhalten Familien bei Herrn Werner Bejvl unter der Telefonnummer +43 (0)7582 60454 oder beim Tourismusverband in Micheldorf.
INFO
Termine:
Mär-Nov
Stand: Jun.2011
Preise:
frei zugänglich
Stand: Jun.2011
- Schönwetter
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- aktualisiert am 06.06.2011
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