Mami-Check: Dachstein-Krippenstein

Oktober 2020

Die Aneinanderreihung einmaliger Erlebnisse schien gar kein Ende zu nehmen. Der Tag war vollgepackt mit Action und Abenteuer und wir waren sicherlich nicht zum letzten Mal auf diesem Bergrücken unterwegs.

Der Dachstein Krippenstein befindet sich in Obertraun am Hallstätter See ca. 3km außerhalb des Ortszentrums und ist mit dem Auto schnell erreicht. Am kostenlosen Parkplatz ist für ausreichend Stellfläche gesorgt.

Wir hatten "All-Inclusive-Tickets", diese inkludieren die Gondelstrecken sowie die Mammut- und Rieseneishöhle. Gemeinsam mit Oma, Opa und unserer 4-jährigen Tochter ging es am Morgen hoch hinaus. Aufgrund der aktuellen CoviD Situation, aber wahrscheinlich auch aufgrund der Nebensaison war trotz traumhaftem Wetter außergewöhnlich wenig los. Die Besucheranzahl pro Gondel ist beschränkt, Maskenpflicht angeschrieben und Desinfektionsspender ausreichend verfügbar. Schon von unten bestaunen wir das gewaltige Bergmassiv, den 5-Fingers Skywalk und die leicht verschneiten Bergspitzen ähneln einem leicht gezuckerten Gugelhupf.

Unser erstes Ziel ist die Mittelstation "Schönbergalm". Teilstrecke 1 hat uns also von 609m Seehöhe auf 1350m befördert. Wir befinden uns nun umgeben von steilen Steinklippen wo man einen Naturpark mit einer Vielzahl interessanter Stationen für kleine und große Entdecker gibt. Ein Museum, aufgeteilt auf mehrere Hütten zeigen die Auswirkung der Klimaerwärmung auf die Gletscher, sowie Fundstücke aus den Höhlen. Auch auf die jungen Besucher wurde nicht vergessen, so gibt es eine Wackelbrücke und einen Höhlengang aus Holz der unserer Tochter auch nach der dritten Runde immer noch gefallen hat. 

Bei der Höhlenkassa in der Mittelstation muss man sich pro Höhle anmelden um eine Tour-Startzeit zu erhalten. Sofern man beide Höhlen besucht, empfehlen wir aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten mit der Mammuthöhle zu beginnen. Nach einem ca 15-minütigen leichten Anstieg war die Mammuthöhle erreicht. Sie trägt ihren Namen übrigens aufgrund ihrer gewaltigen Größe, ein Mammut hat man hier nämlich nie gefunden.

Seit 1910 wurde bereits ein unglaubliches Höhlenlabyrinth von insgesamt 70 Kilometer Länge erforscht. Lediglich einen Kilometer davon besichtigt man während der Tour. Die Eindrücke dieser filmreifen Kulisse muss man erst mal auf sich wirken lassen. Bei einer Temperatur von ca 3-5 Grad Celsius begibt man sich in einer 50-minütigen Führung auf gut gesicherten Wegen und Stegen in die atemberaubenden Hallen dieser Höhle und durchschreitet Winkel die noch niemals vom Sonnenlicht berührt wurden.

Der Besuch dieser Höhle war eindrucksvoll, doch wir wollten mehr - die Rieseneishöhle lag noch vor uns. Zurück bei der Höhlenkassa in der Mittelstation bekamen wir die Zeit für die nächste Tour. Diesmal war der 15-minütige Anstieg zur Rieseneishöhle war kürzer aber umso steiler. Das Wetter war perfekt um sich nach dem Höhlenbesuch in der Sonne aufwärmen zu können. Doch die Höhle mit den eisigen Temperaturen lag noch vor uns. Jonas der Tourguide begrüßte uns freundlich und so schritten wir gespannt voran. Das innere dieser Höhle ist nicht weniger eindrucksvoll als die Rieseneishöhle und die Gänge und Hallen nicht kleiner. Würde man nur eine der Höhlen besuchen wollen, würden wir uns definitiv für die Eishöhle entscheiden. Die ersten 15 Minuten dieser ebenfalls 50-minütigen Tour ist noch eisfrei. Das Eis dieser Höhle ist übrigens kein Gletschereis, sondern bildet sich jährlich erneut wenn die Außentemperaturen über dem Gefrierpunkt liegen und das Sickerwasser durch den Fels in den Innenraum mit Kaltluft dringt.

Zwei ferngesteuerte Bärenpuppen haben unsere Tochter sehr amüsiert und die Lichtershow sowie das kurz angespielte klassische Konzert mit einmaliger Akustik hat sicherlich bei allen Besuchern einen dauerhaften Eindruck hinterlassen. Unglaublich was die Natur ganz ohne menschlichen Einfluss erschaffen kann.

Wieder in der Sonne angekommen packen wir die warme Kleidung in den Rucksack und begeben uns mit der zweiten Gondelstrecke auf über 2100 Meter. Bei warmen Temperaturen wandern wir durch ein wenig Schnee auf einfachen Pfaden in ca 15-25 Minuten zum Fotopoint "Welterbeblick", vorbei an der Aussichtswarte "Welterbespirale" bis zu dem spektakulären Skywalk "5 Fingers" bei dem jeder Finger einen eigenen Adrenalinkick zu bieten hat.

Von Glasboden, über Fotorahmen, schrägem Geländer zum Vorlehnen oder der Möglichkeit sich auf den Boden zu legen ist für jeden Adrenalinjunkie etwas dabei. Wir haben dieses unglaubliche, schier endloswirkende Panorama über die Dachsteingipfel sowie bis hinunter nach Hallstatt und den See sehr genossen und lange auf uns wirken lassen.

Beeindruckend, dass Kinder in diesem Alter offensichtlich noch keine Angst vor dieser Höhe haben. Unter der Plattform geht es immerhin 400 Meter in die Tiefe. 
Die dritte Teilstrecke zur "Gjaidalm" befördert uns wieder runter auf 1750 Höhenmeter. Abseits von Schnee kann man hier zwischen Latschenteppichen völlig andere Einblicke leicht unterhalb der Dachstein und Krippenstein Berggipfel sammeln. Im Sommer übersiedeln viele Tiere wie Schweine, Ponys, Ziegen, Pferde und Hühner auf die Gjaid Alm in Heidis Almbauernhof und können teilweise auch im Zuge eines Streichelzoos bewundert werden.

Tipp: Diverse Hütten bieten neben unglaublichen Weitblicken auch regionale Köstlichkeiten an sowie es diverse Schlafplätze unter anderem in der "Lodge am Krippenstein" gibt. Welch ein Sonnenaufgang muss hier wohl täglich zu bewundern sein. Für Kletterbegeisterte bietet die Klettersteigarena sieben Klettersteige aller Schwierigkeitsstufen im Bereich des Krippensteins (2. Teilstrecke).
Um ca. 16:30 Uhr begaben wir uns entlang der drei Teilstrecken wieder auf den Rückweg ins Tal zu einem verdienten Abendessen im wunderschönen Hallstatt.

Fazit: es war ein wunderschönes Erlebnis und ein toller Tag für Großeltern, uns und unsere Tochter den wir noch lange in Erinnerung behalten werden. Nicht umsonst wurde die Region Hallstatt - Dachstein/Salzkammergut 1997 in die Liste der UNESCO Welterbestätten aufgenommen.

Tipp Info

KONTAKT

Dachstein-Seilbahn
T: +43 (0)3687 22042 810

ADRESSE

Schildlehen 79
Ramsau am Dachstein, 9872
Österreich

Öffnungszeiten

Jan-Dez (Jul-Sep 7:50-7:30, Sep-Dez 7:50-17:10)

Stand: Aug. 2020

Eintrittspreis

*Berg &

Talfahrt* Erwachsene: € 40,-

Kinder: € 20,-

Stand: Aug. 2020

Kinderalter

Für jedes Kinderalter geeignet!
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VERANSTALTUNGEN

Derzeit sind keine Veranstaltungen geplant.