Mami-Check: Ausstellung „Eiszeit“ im MAMUZ Mistelbach
Mami-Check: Ausstellung „Eiszeit“ im MAMUZ Mistelbach
Wir besuchten mit unserer 6jährigen Tochter die neue Ausstellung „Eiszeit“ im MAMUZ Mistelbach. Eine Reise zu unseren Vorfahren klang vielversprechend, besonders neugierig waren wir auf die Erlebnisbereiche für Kinder.
Eine mühelose Anreise
Die Anreise zum MAMUZ Mistelbach war mühelos, wir fuhren in etwa eine Stunde (vom Süden Wiens). Ein Parkplatz war schnell gefunden. Schon von weitem war das Plakat mit einem riesengroßen Mammut zu sehen.
Die Ausstellung „Eiszeit“ zeigt wie unsere Vorfahren lebten, ihre Jäger- und Sammlerleidenschaft, Originalfunde wie die Doppelbestattung zweier Babys von Krems-Wachtberg sowie zahlreiche Tierpräparate. Dazwischen findet man Videostationen, wo man mehr Informationen erhält.
Erlebnisbereiche für Kinder
Auf Kinder wurde in der Ausstellung besonderes Augenmerk gelegt, um auch ihnen die damalige Zeit spielerisch zu zeigen und zu erklären.
Die erste Station für Kinder zeigte allerhand Knochen von Tier und Mensch, die man zuordnen konnte. Auch hier befinden sich eigens für Kinder konzipierte Videostationen. Mit einfachen Worten wird von Archäologin Elke den Kindern Wissenswertes aus der Vergangenheit zu den Themen Jagd, Kunst, Tiere und Behausungen der damaligen Zeit erklärt.
Die nächste Station war das Highlight unserer Tochter: ein übergroßes Würfelspiel, wo man Nahrung sammeln musste, ganz nach dem Motto: wer verpflegt seine Sippe am schnellsten. Nach unzähligen Runden durften wir endlich weitergehen :-).
Während der Ausstellung fanden wir auch ein digitales Quiz und Puzzle, eine Malstation sowie eine Höhle, die unsere Tochter mit einer Taschenlampe entdecken durfte. Darin waren tolle Höhlenmalereien zu finden.
Gleich daneben gab es die Experimentierecke. Wir durften uns darin versuchen ein Tipi aufzubauen sowie ein Loch in einen Knochen zu bohren. Zum Glück wurde hier nicht die Zeit gemessen :-).
Dann ging es in den ersten Stock, dort erwartete uns eine Station, wo eine Siedlung gebaut werden konnte sowie zahlreiche Tierpräparate von Bären, Elche, Wölfe u.v.m.
Ein spannendes Rätselheft führt zudem durch die Ausstellung. Dieses erhielten wir zu Beginn bei der Kassa. In dem Rätselheft finden Kinder Fragen, wo die Lösungen in der Ausstellung zu finden sind. Wir nutzten die Sitzmöglichkeiten im ersten Stock gleich zum Beantworten der Fragen und um die Aufgaben zu lösen. Wer alle Aufgaben geschafft hat, erhält an der Kassa eine kleine Belohnung. Jüngere Kinder benötigen bei der ein oder anderen Aufgabe die Hilfe eines Elternteils.
Lebensgroßes Mammut
Dann kam unser Highlight, ein lebensgroßes Mammut. Wo erhält man schon die Möglichkeit ein Mammut zu streicheln und ein Foto mit dem größten Tier der Eiszeit zu machen. Wie klein wir Menschen doch im Vergleich zum Mammut sind. Dies kann man sogar vor Ort nachmessen. Unserer Tochter war das riesige Mammut ein wenig unheimlich, aber wir Eltern hatten große Freude damit.
Zwei weitere Erlebnisstationen für Kinder gibt es im ersten Stock noch. Ein Kartenspiel/Quiz, wo man die Tiere den Zähnen zuordnen musste sowie ein Art Puzzle, wo die Kinder zwei Teile richtig verbinden mussten, welche Bestandteile des erlegten Tieres von den Menschen wie verwendet wurden.
Wir verbrachten in etwa 2,5 Stunden in der Ausstellung. Wer möchte kann auch um zusätzliche 4 Euro an einer Führung teilnehmen.
Weitere Ausflugsziele in der Nähe
Wer den Besuch im MAMUZ Mistelbach mit weiteren Ausflugszielen verbinden möchte.
Die Eintrittskarte für das MAMUZ Mistelbach gilt bis zum Saisonende auch für das 10km entfernte MAMUZ Schloss Asparn/Zaya. Das Museumsdorf Niedersulz liegt ebenfalls 20min entfernt. Das Nitsch Museum befindet sich gleich nebenan vom MAMUZ Mistelbach. Dort gibt es eine neue Ausstellung „Mein Nitsch“.
Fazit: Unser Besuch der Ausstellung „Eiszeit“ im MAMUZ Mistelbach war eine Reise in die Vergangenheit. Die liebevoll und sehr kindgerecht gestalteten Erlebnisbereiche für Kinder sorgen dafür, dass der Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Wir können einen Besuch der Ausstellung nur jedem empfehlen, der sich für die damalige Zeit interessiert und mehr darüber erfahren möchte.














