Mami-Check: Haus des Meeres

März 2026

So viele Ausflugsziele stehen auf unser Buckellist, das Haus des Meeres durfte dabei natürlich nicht fehlen, nachdem es auch immer wieder neues zu entdecken gibt.

Anreise

Wir empfehlen eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Von der Station U3 Neubaugasse ist man in wenigen Minuten im Haus des Meeres. Zusätzlich fahren auch diverse Busse zum Haus des Meeres. 

Wer doch lieber mit dem Auto anreisen möchte, es gibt in der Nähe eine WIPARK-Garage, dafür bekommt man Vergünstigungen an der Haus des Meeres-Kassa.

Das Haus des Meeres befindet sich in einem ehemaligen Flakturm. In der Ausstellung im Haus des Meeres„Erinnern im Innern“ im 10. Stock werden Exponate aus dem 2. Weltkrieg im ursprünglichen Kommandoraum gezeigt. 

Das beindruckende elf Stockwerke hohe Gebäude befindet sich außerdem inmitten eines netten Parks mit Spielplatz (Tipp für danach!)

Wo startet man am besten?

Nach dem Kassabereich haben wir unsere Sachen in dafür vorgesehene Spinds (Kostenpflichtig: 50 Cent) abgeschlossen und danach sind wir mit dem Lift ganz nach oben in den 11. Stock gefahren. Unser Tipp: Beginnt ganz oben und geht dann Stock für Stock wieder hinab, so verpasst ihr keine Ebene und müsst nicht ständig auf den Lift warten. Und stiegeabwärts ist es sowieso gemütlicher als andersrum.

Oben genossen wir erst einmal die tolle Aussicht über Wien. Hier befindet sich auch das 360 Grad Ocean Sky Restaurant. 

Drinnen angelangt ist die Orientierung kein Problem, alles ist gut beschildert und somit leicht zu finden. 

Die Ebenen 10.-6. mit Haibecken, Madagaskar-Anlage, Mangroven-Aquarien und Meeresschutzausstellung

Auf jeder einzelnen Etage konnten wir die unterschiedlichsten Fische und andere Meeresbewohner entdecken.

Doktorfische, Sterlets, Anemonenfische, Haie, Muränen, Seepferdchen und Puppi - die Meeresschildkröte konnten wir durch die riesigen Aquarien bewundern. 

Auf Ebene 10 befindet sich das karibische Hammerhai-Becken, eine große gebogene Kunststoffscheibe mit vier Bullaugen und die Scheibe im Liftschacht ermöglicht Einsichten aus verschiedensten Blickwinkeln. Da man mit dem Lift durch das Becken durchfährt, kann man dabei die Tierwelt besonders gut erleben.

Doch nicht nur das, auf Ebene 9 trifft man auch auf Kattas und Komodos, denn hier befindet sich die Madagaskar-Anlage

Hier kann man die die beiden Tierarten aus nächster Nähe betrachten. Wer noch näher, also direkt zu den Kattas in das Gehege möchte, kann eine Kattabegegnung buchen. Hinweis: Den Termin früh buchen, denn diese sind sehr beliebt und die Termine rasch vergeben. Die Kattabegegnung kostet extra.

Außerdem befindet sich noch die Insektenvitrine auf dieser Ebene. 

Für Kinder gibt es zusätzlich spannende Rätsel-Klappen, wo sie ihr Wissen testen und erweitern können.

Auf Ebene 8 befinden sich die neuen Mangroven-Aquarien, Chamäleons und die Tropfsteinhöhlen-Grotte.

Mangroven sind seltene Meereslebensräume. Mangrovenwälder sind mit ihren von den Gezeitenströmungen bewässerten langen Kanälen und den frei im Wasser stehenden Wurzeln ideale Verstecke für Jungfische, die, sobald sie erwachsen sind, in die angrenzenden Korallenriffe hinüberwechseln. Die Aquarien von 200 bis 35.000 Liter zeigen verschiedenste Zonen: von den Stelzwurzelbereichen über Strandabschnitte mit Fischen, die ins Trockene gehen bis hin zu speziellen Ebbe/Flut Aquarien.

In der Tropfsteinhöhlen-Grotte konnten wir Tiere wie Höhlensalmler oder die Höhlen-Mollys betrachten ebenso wie Spinnen, Skorpione, Tausendfüßer, Pfauch- und Pfefferschaben. Insgesamt tummeln sich über 100 derart obskure Tiere und mehr als 15 verschiedene Arten in der Grotte.

Auf Ebene 7 bestaunten wir im Wüsten-Terrarium die giftige Gila-Krustenechse und die Colorado-Kröte.

Besonders erwähnenswert ist hier das Pacific Eye. Darin wird ein Ausschnitt des Brauntangwaldes gezeigt, eines an wenigen Meeresküsten, etwa jenen Kaliforniens, Westaustraliens und Südwestafrikas vorkommenden Ökosystems, das oftmals als „Kelpwald“ bezeichnet wird mit seinen riesigen Algenarten. Die besondere Form des Beckens ermöglicht durch die Krümmung der „Linse“ einen detaillierten Blick auf die Tierwelt mit Schwellhaien, Kalifornischen Stierkopfhaien, Grunzer-Fischen, Barschen und Kreolenfischen.

Ein weiteres Highlight ist das 360° Haibecken. Es ist rundum begehbar und bietet somit Einblicke aus allen Blickwinkeln. Neben den Becken gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten, so dass man den Haien, Rochen, Doktorfischen, Riffbarschen und anderen Korallenfischen gemütlich zusehen kann. Insgesamt tummeln sich über 1.000 Fische im neuen Aquarium.

Auf Ebene 6 befindet sich die Meeresschutzausstellung „Wir und das Meer“. Diese beschäftigt sich mit Meeresnutzung und Meeresverschmutzung und möchte aufzeigen, wie viel jeder Einzelne von uns tun kann, um zum Schutz der Meere beizutragen. 

Auf Bildschirmen, Klapp- und Infotafeln wird das Problem informativ und gut dargestellt. Der „Müllstrudel“ ermöglicht es uns, sich auch mal wie ein Fisch unter einem an der Oberfläche treibenden Müllteppich zu fühlen – beeindruckend und beklemmend zugleich.

Die Ebenen 5.- EG. mit Meeresschildkröte Puppi, Tropenhaus und Krokipark

Auf Ebene 5 wartet das Highlight auf uns: die Meeresschildkröte „Puppi“ im Tiefsee-Aquarium. Sie ist die Chefin im Haifischbecken und die älteste Bewohnerin im Haus des Meeres. Das Aquarium von "Puppi" der Meeresschildkröte erstreckt sich mit einer Größe von 300.000 Liter über Ebene 4 und 5!

Hier befindet sich auch der Zugang für die Taucher und für die Fütterungen wie Piranha FütterungHaifütterung oder Haitauchen.

Auf Ebene 4 befindet sich auch das Seepferdchen-Becken. Das Haus des Meeres gilt als europäischer Pionier der Seepferdchenzucht. Natürlich war das Spannendste für die Kinder, die Info, dass hier die Männchen die Geburt der Jungen übernehmen.

Auf Ebene 4 befindet sich ebenfalls der Zugang zum Tropenhaus. Diese beherbergt auf 200m² Grundfläche weit über 100 Tiere!

Wer eine Pause braucht, vis-à-vis vom Puppi-Becken befindet sich das Café Sharky, wo man kalte und heiße Getränke, Mehlspeisen sowie kleine Snacks in Selbstbedienung bekommt.

Im mehrstöckigen Tropenhaus konnten wir verschiedene Affenarten und tropische Vögel aus nächster Nähe betrachten. Die Nähe zwischen Mensch und Tier ist hier unbeschreiblich. Wo kann man schon einmal ein Äffchen aus nächster Nähe beim Fressen und Spielen beobachten? Anfassen ist natürlich nicht gestattet, darauf achtet auch das Aufsichtspersonal ganz strikt.

Auf Ebene 2 befindet sich der Krokipark mit Leila, dem westafrikanischen Panzerkrokodil. Neben Leila beobachten wir hier auch einige Vogelarten und die neugierigen Lisztäffchen.

In dieser Ebene befindet sich zudem die Mittelmeerabteilung, womit das Haus des Meeres vor mehr als 65 Jahren seine Zoobetrieb begonnen hat, mit fast allen Meerestiergruppen. In diesem Bereich konnten wir zudem Katzenhaie und Giftfische, Oktopusse und bunte mediterrane Korallentiere entdecken. Und das größte Quallen-Aquarium Mitteleuropas.

Gleich neben dem Krokipark befinden sich die Aqua-Terra-Galerien mit Amphibien, den seltenen Titicaca-Fröschen und dem Axolotl. 

Neu sind im Haus des Meeres die Zwergseidenäffchen auf Ebene 2, die mit bis zu 120 Gramm Körpergewicht die kleinsten Affen der Welt sind.

Ein weiteres Highlight auf Ebene 2 sind die Kalksinterterrassen: Neben Griechischen Elritzen beherbergt das Aquarium Rötliche Saugbarben, die man unter dem Namen „Knabberfische“ oder „Kangalbarben“ kennt. Hier haben wir uns ein bisschen anknabbern lassen.

Auf Ebene 1 erwarteten uns dann noch Schlangen, Echsen und vermutlich die längste Ameisenstraße der Welt mit ca. 105 Meter, die über zwei Stockwerke reicht.

Beeindruckt haben uns die Riesenschlangen, ebenso wie die giftigen Kobras und Mambas, Klapperschlangen und Puffottern und der Inlandtaipan, der als giftigste Schlange der Welt gilt. 

Ein Erlebnis war es auch den fleißigen Ameisen bei ihrer Arbeit zuzusehen. 

Im Erdgeschoss befindet sich der beeindruckende Atlantik-Tunnel. Dieser umfasst eine halbe Million Liter Wasser und eine Röhre führt mitten durch das Becken durch die Fischwelt des Atlantiks. Über uns schwammen Hundshaie, Rochen, Makrelen, Goldbrassen und Mittelmeer-Muränen.

Bevor wir unseren Rundgang beendeten, mussten wir noch im Koi-Becken die Möglichkeit nutzen, diese wunderschönen Tiere zu streicheln. Wo hat man den sonst schon Gelegenheit dazu?

Fazit:

Das Haus des Meeres ist sehenswert für Jung und Alt. Es gibt so vieles zu entdecken und auch wenn es gut besucht ist, hat man immer einen guten Blick auf alle Tiere. Es gibt nicht nur so vieles zu bestaunen, sondern man erhält so viel neues Wissen. Die Kinder können zusätzlich immer wieder mal selbst Tafeln durchblättern, wo Wissen kindgerecht aufbereitet wurde sowie durch Tunnel kraxeln, um dort einen Einblick in die Tierwelt aus ihrer Augenhöhe zu bekommen. Für Erwachsene gibt es praktische Sitzgelegenheiten, wo man einfach entspannt die Tiere genießen kann. Die Nähe zu den Tieren hat uns auch absolut beeindruckt. Für den Aufenthalt sollte man schon mindestens 2,5 bis 3 Stunden einplanen.

Tipp Info

KONTAKT

Haus des Meeres

ADRESSE

Flakturm im Esterhazypark
Fritz-Grünbaumplatz 1
Wien, 1060
Österreich

Öffnungszeiten

Jan-Dez jeweils Mo-So 09:00-20:00

Stand: Mar. 2026

Eintrittspreis

Erwachsene: € 23,50

Kinder 6-15 J: € 9,80

Kinder 3-5 J: € 6,50

Stand: Mar. 2026

Kinderalter

Für jedes Kinderalter geeignet!
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VERANSTALTUNGEN

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