Familie absichern: Was passiert finanziell, wenn ein Elternteil ausfällt?
Der Gedanke ist unangenehm, aber real: Was geschieht mit der Familie, wenn plötzlich ein Einkommen wegbricht? Während Österreicher ihre Wohnung und ihr Auto umfassend versichern, klafft ausgerechnet bei der Absicherung der eigenen Existenz eine gefährliche Lücke. Dabei kann der Ausfall eines Elternteils Haushalte binnen Wochen in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Höchste Zeit, das Thema anzupacken.

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Österreicher setzen auf Sicherheit – aber nicht überall
Das Sicherheitsbedürfnis in Österreich ist ausgeprägt. Laut einer repräsentativen Umfrage von livv.at besitzen 25 % der Befragten drei Versicherungspolicen, 22 % sogar mehr als fünf. Doch ausgerechnet bei der Ablebensversicherung zeigt sich eine Diskrepanz: Während Sachversicherungen weit verbreitet sind, denken viele Familien nicht ausreichend über die Absicherung der Existenzgrundlage nach.

Die meisten Österreicher haben drei Versicherungen (© livv.at)
Für die finanzielle Vorsorge bevorzugen 67 % der Österreicher traditionelle Sparformen wie Sparbuch oder Festgeldkonto. Diese bieten zwar Sicherheit, schützen aber nicht vor dem plötzlichen Einkommensverlust. Bei Familien mit kleinen Kindern ist die Abdeckung durch Ablebensversicherungen besonders lückenhaft, dabei sind gerade sie auf finanzielle Absicherung angewiesen.
Die realen Kosten eines Einkommensausfalls
Wenn ein Elternteil dauerhaft ausfällt, beispielsweise durch einen Todesfall, entstehen massive finanzielle Belastungen. Die laufenden Fixkosten bleiben bestehen oder steigen sogar. Hypotheken, Miete, Strom, Lebensmittel und Kinderbetreuung laufen weiter. Viele Familien finanzieren ihr Eigenheim über Jahrzehnte, fällt ein Einkommen weg, wird die Kreditrate zur existenziellen Bedrohung.
Hinzu kommen oft unterschätzte Zusatzkosten. Kinderbetreuung muss neu organisiert werden, möglicherweise mit höheren Ausgaben. Der verbleibende Elternteil muss eventuell die Arbeitszeit reduzieren, um Betreuungspflichten zu übernehmen. Therapeutische Unterstützung für die Kinder, Nachhilfe oder psychologische Beratung können notwendig werden. All diese Faktoren summieren sich zu einem erheblichen finanziellen Druck.
Die staatlichen Leistungen decken nur einen Bruchteil ab. Die Familienbeihilfe, die bis zum 24. Lebensjahr des Kindes gezahlt wird, reicht bei weitem nicht aus, um den Wegfall eines vollen Einkommens zu kompensieren. Auch die Witwerpension aus der gesetzlichen Sozialversicherung ersetzt nur einen Teil des bisherigen Einkommens.
Welche Absicherungsmöglichkeiten gibt es?
Verschiedene Instrumente können Familien vor finanziellen Engpässen schützen. Die Ablebensversicherung ist die klassische Lösung für Familien mit Kindern oder laufenden Krediten. Sie zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus. Die Beiträge fallen in jungen Jahren deutlich niedriger aus als bei späterem Abschluss.
Finanzielle Absicherung für Familien
Berufsunfähigkeitsversicherungen springen ein, wenn ein Elternteil durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann. Diese Versicherung wird oft unterschätzt, obwohl das Risiko berufsunfähig zu werden statistisch höher liegt als das Todesrisiko. Sie sichert das laufende Einkommen und ermöglicht der Familie, den Lebensstandard zu halten.
Ergänzende Vorsorge und spezielle Absicherung
Familien sollten darauf achten, wie sie sparen können, um einen Notgroschen von drei bis sechs Monatsgehältern aufzubauen. Bei langfristigem Ausfall eines Elternteils reicht dieser jedoch nicht weit. Die Kombination aus Versicherungsschutz und Sparvermögen bietet den besten Schutz.
Für Eigenheimbesitzer ist die Risikoabsicherung besonders relevant. Eine Ablebensversicherung kann so gestaltet werden, dass sie die Restschuld der Hypothek abdeckt. So bleibt der Familie das Zuhause erhalten, selbst wenn ein Einkommen wegfällt.
Worauf Familien bei der Absicherung achten sollten
Eine gute Absicherung erfordert Planung und Übersicht. Familien sollten sich Zeit nehmen, um ihre finanzielle Situation, laufende Verpflichtungen und zukünftigen Bedürfnisse zu analysieren, bevor sie Verträge abschließen.
Versicherungssumme und Vertragslaufzeit
Die richtige Versicherungssumme ist entscheidend. Als Faustregel gilt: Das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens des Hauptverdieners sollte abgesichert werden. Bei laufenden Krediten muss die Restschuld zusätzlich berücksichtigt werden. Familien mit mehreren kleinen Kindern benötigen höhere Summen als solche mit bereits erwachsenen Kindern.
Die Vertragslaufzeit sollte sich am Alter der Kinder und der Laufzeit von Krediten orientieren. Sinnvoll ist eine Absicherung bis die Kinder selbstständig sind und die Hypothek abbezahlt ist. Flexible Verträge ermöglichen Anpassungen bei veränderten Lebensumständen.
Absicherung beider Elternteile
Beide Elternteile sollten abgesichert sein, nicht nur der Hauptverdiener. Auch wenn ein Elternteil Teilzeit arbeitet oder sich hauptsächlich um die Kinderbetreuung kümmert: Fällt diese Person aus, entstehen erhebliche Kosten für Ersatzbetreuung. Der Wert von Erziehungsarbeit wird finanziell oft unterschätzt, ist aber bei Ausfall schwer zu ersetzen.
Regelmäßige Überprüfung des Versicherungsschutzes ist wichtig. Bei Geburt weiterer Kinder, Immobilienkauf oder Gehaltserhöhungen sollte die Versicherungssumme angepasst werden. Auch bei Scheidung oder neuen Partnerschaften müssen Begünstigte und Verträge aktualisiert werden.
Vorsorge ist kein Luxus, sondern Verantwortung
Die finanzielle Absicherung der Familie bei Ausfall eines Elternteils ist keine Option, sondern eine fundamentale Verantwortung. Während Österreicher bei Hausrat und Haftpflicht gut abgesichert sind, besteht bei der Existenzsicherung oft eine gefährliche Lücke.
Familien sollten sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen. Je jünger die Versicherten, desto günstiger die Beiträge. Die Kombination aus staatlichen Leistungen, privater Vorsorge und gezieltem Versicherungsschutz schafft ein stabiles Sicherheitsnetz. So bleibt die Familie auch im Ernstfall finanziell handlungsfähig und kann sich auf die emotionale Bewältigung der Situation konzentrieren, statt sich um die nackte Existenz sorgen zu müssen.

Autor: Daniel Schwarz
Daniel Schwarz ist Online-Marketing-Manager bei Livv.at, einer digitalen Versicherungsplattform der Lebensversicherung von 1871 a. G. München. Dank seiner fundierten Expertise im Onlinemarketing gilt er als ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet. Livv.at ermöglicht es, Ablebens- bzw. Risikolebensversicherungen vollständig digital abzuschließen und damit ein wichtiges finanzielles Schutzpolster für Familien, Kinder und Partner aufzubauen.
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