Mami-Check: Das Technische Museum Wien

November 2019

Der Reiz des Technischen Museums bleibt ein Leben lang bestehen. In jedem Alter gibt es Neues zu entdecken und gerne erinnert man sich an frühere Besuche. So zog es uns am ersten Sonntag im November erneut ins Technische Museum. Voller Vorfreude auf die Sonderausstellung „WOOW - SPECIAL EFFECTS“, welche noch bis 05. Juli 2020 zu sehen ist. Empfohlen ab 7 Jahren, auf Ebene 3 zu finden.

Die Parkplatz Situation um das Technische Museum ist zwar immer noch schwierig und das Parkhaus in der nahe gelegenen Garage Schlossallee Schönbrunn mit € 2,80 pro Stunde teuer. Da wir jedoch zeitgerecht da waren, und uns mein Lebensgefährte vor dem Museum absetzte um nach zu kommen, kein Problem. Auch die Schulfreundin unseres Sohnes schaffte es mit der Straßenbahn noch in letzter Minute, sodass wir Vier für die Führung um 11.00 Uhr pünktlich vereint waren.

Im Rahmen des Workshops "Film ab! Spezialeffekte im Filmstudio" ging es zuerst – auf Ebene 4 - in die Vergangenheit; wo wir in einem theoretischen Teil unterschiedliche, historische Kameras kennen lernten. Das Technische Museum macht seinem Namen alle Ehre, so zeigten uns unsere beiden Führerinnen neben den Ausstellungsstücken auch alte Filme am Tablet. Trotz der tollen Einführung lautete das Urteil unserer beiden „Checker“ (7-jähiger Bub und 8-jähriges Mädchen) „ein wenig langwierig“.

Dafür kamen sie in den Studios voll auf ihre Rechnung. In vier vorbereiteten Film-Studios durften die Kinder - in kleine Gruppen aufgeteilt - selber einen Kurzfilm von 30 Sekunden drehen. Dieser wurde anschließend mit den Beiträgen der anderen Kleingruppen zu einem ganzen Film zusammengeschnitten, mit Musik unterlegt und betitelt. Per E-Mail gab es die Möglichkeit sich diesen zusenden zu lassen. Leider hat bei der Eingabe der E-Mail etwas nicht geklappt, sodass wir ihn nicht erhalten haben.
Die Studios sind unterschiedlich ausgestattet und bieten so die Möglichkeit, die Spezialeffekte im Film kennen zu lernen und selber auszuprobieren. Von der „Großaufnahme“, über „Spiegeleffekte“ bis zu „bewegtem- und sich drehenden Hintergrund“. Durch die hervorragende Erklärung unserer Führerinnen waren die Kinder schnell selbständig und bedienten das Film-Equipment fast ohne Unterstützung durch uns Erwachsene wie Profis.

Der Workshop "Film ab! Spezialeffekte im Filmstudio" dauert zwei Stunden und ist buchbar für Familien mit Kindern von 7 – 12 Jahren, Kindergeburtstage (8–12 Jahre) und Schulen (2.–10. Schulstufe). Im insgesamt 150m² großen Filmstudio befindet sich auch ein Kostümlager mit Requisiten. Besonders fasziniert hat unsere Checker der Nachbau der berühmten Filmklappe „Film ab“.
Anschließend ging es weiter in die eigentliche Sonderausstellung „WOOW - SPECIAL EFFECTS“. Aufgrund des großen Andrangs konnten wir jedoch nur einige wenige Stationen darin ausprobieren. Hier empfiehlt es sich unter der Woche an einem Nachmittag zu kommen.

Unzählige Male wurden wir im vergangenen Jahr von unserem 7-Jährigen gefragt, ob es die Dinosaurier und Monster im Film wirklich gibt, und wie die Effekte gemacht sind, wenn diese nicht wirklich existieren. Erklärungen und Videos können niemals das Erlebnis ersetzen, selber auf einer nachgebauten Hänge-Brücke zu stehen, im Hintergrund die Green-Box und den Angriff der Flug-Saurier oder der Riesenschlange zu erleben. Der natürlich nur im Film abläuft, während man sich selbst auf einem Monitor sieht. Oder in einem nachgebautem Zug-Abteil zu sitzen, während – an der Stelle, an der sich das Fenster befinden würde – ein Film abläuft, der den Eindruck erweckt, dass die Außenwelt an einem vorbei rast. Viel Spaß machte es auch Grusel-Gestalten mittels einer Maske selber zu gestalten.

Wir können diese Sonderausstellung nur jeder Familie wärmstens ans Herz legen, die sich für Film und Film-Effekte interessiert. Durch die Interaktivität und die Möglichkeit überall selber aktiv zu sein entsteht ein lustiger und kurzweiliger Lerneffekt, der schnell und unkompliziert erklärt wie die Welt der Filme funktioniert.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit eine persönliche Akkreditierungsnummer (entweder über ein Armband oder mit QR Code am Smartphone) zu aktivieren. Über diese können Sie sich alle Kurzfilme, die sie drehen speichern, und auch zu Hause noch einmal ansehen.

Wir waren begeistert und lösten uns nur ungern von dieser tollen Ausstellung, doch unser Hunger trieb uns erst einmal ins Café „Joules Bistro“, auf Ebene 2. Trotz der vielen Besucher warteten wir nur kurz auf einen Tisch und Kinder werden bei der Bestellung vorgereiht. Das einzige Manko, das wir bereits kannten, ist die Lautstärke, die durch den Hall in der hohen Halle entsteht.

Auf ins mini mobil!

Frisch gestärkt steuerten wir das mini mobil, auf Ebene 3 an. Die Öffnungszeiten des mini mobil sind jeweils Mo – Fr von 09:00 – 17:45 und Sa, So, feiertags von 10:00 – 17:45. Für Kinder von 2 – 8 Jahren geeignet.
Mein Lebensgefährte hatte mich bereits informiert, dass dieses bereits vor längerer Zeit umgebaut wurde. Gleich geblieben sind der beliebte Verkehrsparcours, mit der Möglichkeit durch eine nachgebaute Stadt und einen Tunnel, mit unterschiedlichen Tretautos zu fahren. Auch das Schiff mit den Angelruten und der Verkleidungskiste ist noch vorhanden. Der Bewegungsraum für die Kleinsten wurde als Weltraum neugestaltet. Auch gibt es die Möglichkeit allein durch Pumpleistung eine Rakete steigen zu lassen. Im hintersten Bereich befindet sich der neu gebaute Flughafen. Es gibt ein Reaktionsspiel, mit dem man Koffer auf das Laufband laden kann oder ihr steigt ins Flugzeug ein und steuert es vom Cockpit aus. 

Vorgewarnt, dass es oft lange Warteschlangen vor dem mini mobil gibt, waren wir positiv überrascht, dass wir so schnell hineinkamen. Bei großem Andrang gibt es auch ein neues Konzept für den Verkehrsparcours mit „Zählkarten“ in Form von bunten Warnwesten und vorgegebenen Fahrzeiten.
Für das mini (Staunen, beobachten, versuchen) sind unsere beiden „Checker“ zwar schon zu alt, wir können uns jedoch noch gut daran erinnern und es für die Jüngsten mit 2 – 6 Jahren weiterempfehlen.

Am frühen Abend schafften wir es endlich unsere Kinder zum Heimgehen zu überreden, doch vorher musste noch einmal die Rutsche im Eingangsbereich ausprobiert, und ein Foto davon nach Hause geschickt werden. Ein automatischer Auslöser misst zusätzlich – zum geschossenen Fotos - die Geschwindigkeit. Per Touchscreen sucht man das eigene Foto, gibt die gewünschte E-Mail-Adresse ein und schickt dieses ab. Auch an die Möglichkeit das Foto anschließend zu löschen wurde gedacht.

Fazit: Obwohl wir von der Lautstärke und den vielen Eindrücken erschöpft sind, werden wir bestimmt wiederkommen. Wir hatten wiedermal einen super tollen Tag!

Tipp Info

KONTAKT

Technisches Museum Wien
T: +43 (0)1 89998-3001

ADRESSE

Mariahilfer Straße 212
Wien, 1140
Österreich

Öffnungszeiten

Jan-Dez jeweils Mo-Fr 9:00-18:00, Sa, So, Feiertage 10:00-18:00

Stand: Nov. 2019

Eintrittspreis

Erwachsene: € 13,-

Kinder unter 19 J: frei

Stand: Nov. 2019

Kinderalter

ab 3 Jahren
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