Virtuelle Touren, für die es sich lohnt, die ganze Familie zu versammeln
Draußen regnet es, die Kinder haben keine Lust auf Brettspiele und der nächste Ausflug ist erst am Wochenende geplant. Klingt nach einem perfekten Moment für einen virtuellen Familienausflug – ganz ohne Anfahrt, Eintritt und Schlange stehen. Wir zeigen Dir die besten virtuellen Touren, die Groß und Klein begeistern.

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Ab ins Museum – ohne Jacke und Schuhe
Was früher undenkbar war, ist heute mit wenigen Klicks möglich: Ein Spaziergang durch die beeindruckendsten Museen der Welt, direkt vom Wohnzimmer aus. Über die Plattform Google Arts & Culture sind mittlerweile mehr als 2.000 Museen und Galerien aus zahlreichen Ländern virtuell zugänglich – darunter der Louvre in Paris, das British Museum in London und das MoMA in New York.
Für österreichische Familien besonders spannend: Das Naturhistorische Museum Wien bietet einen vollständigen 360-Grad-Rundgang durch alle 39 Schausäle. Die Kinder können die Venus von Willendorf bestaunen und den riesigen Sauriersaal erkunden, ohne dass jemand „Nicht anfassen!" rufen muss. Auch die Albertina, das Kunsthistorische Museum und Schloss Schönbrunn sind virtuell begehbar. Am besten wirft man den Rundgang über den Laptop oder das Tablet auf den Fernseher – so wird das Wohnzimmer zum Museumssaal.
Natur und Weltraum erleben
Virtuelle Touren beschränken sich längst nicht auf Museen. Die NASA bietet kostenlose 3D-Touren durch die Internationale Raumstation, bei denen Kinder durch die Module schweben und sehen können, wo die Astronauten schlafen, essen und arbeiten. Für kleine Weltraumfans ist das ein absolutes Highlight.
Wer es lieber tierisch mag, wird beim San Diego Zoo fündig: Über Livestreams können Familien Pinguinen, Elefanten und Koalas in Echtzeit zusehen. Und der Monterey-Bay-Aquarium-Livestream zeigt faszinierende Unterwasserwelten – von Quallen über Seeotter bis hin zu Haien. Perfekt für verregnete Nachmittage, an denen die Kinder etwas Ruhe brauchen und trotzdem Spannendes erleben wollen.
Kultur gemeinsam entdecken – auch aus der Ferne
Was viele nicht wissen: Zahlreiche virtuelle Touren sind auch eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam mit Großeltern oder Verwandten etwas zu unternehmen, die nicht in der Nähe wohnen. Über einen Videoanruf kann man sich gleichzeitig durch dieselbe Ausstellung klicken, Lieblingsstücke zeigen und darüber reden. Das macht aus einem simplen Bildschirmabend ein echtes Familienerlebnis – egal, ob die Oma in Graz sitzt oder die Tante in Innsbruck.
Gerade bei Videoanrufen über fremde Netzwerke ist ein sicherer Zugang wichtig: Wer regelmäßig gemeinsam virtuelle Touren macht und dabei über offene WLAN-Netzwerke unterwegs ist – etwa im Urlaub, bei den Großeltern oder im Ferienhaus – sollte sich vorab über die VPN-Kosten informieren. Ein VPN schützt die Verbindung und sorgt dafür, dass persönliche Daten und Zugangsdaten auch in ungesicherten Netzwerken verschlüsselt bleiben.
Tipps für den perfekten virtuellen Familienausflug
Damit der virtuelle Ausflug richtig Spaß macht, hier ein paar Tipps: Wähle die Tour gemeinsam mit den Kindern aus – wer mitentscheidet, ist motivierter. Macht es Euch gemütlich mit Popcorn und Decke, wie bei einem Kinoabend. Und setzt Euch kein Zeitlimit: Manche Kinder wollen stundenlang durch den Louvre klicken, andere haben nach zehn Minuten genug – beides ist völlig in Ordnung.
Für Volksschulkinder eignen sich besonders die interaktiven Angebote auf Google Arts & Culture, bei denen man zum Beispiel lernen kann, so zu zeichnen wie ein berühmter Künstler oder mit dem Pinguin ‚Hopper' virtuell die Pyramiden von Gizeh erkunden. Ältere Kinder begeistern sich oft für die NASA-Touren oder die Unterwasser-Livestreams.
Fazit
Virtuelle Touren sind kein Ersatz für echte Familienausflüge – aber sie sind eine wunderbare Ergänzung, die an Regentagen, in den Ferien oder einfach zwischendurch für gemeinsame Erlebnisse sorgt. Die besten Museen, Zoos und Weltraummissionen der Welt sind nur einen Klick entfernt. Alles, was Du brauchst, ist ein Bildschirm und eine neugierige Familie.
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