Waldviertler Papiermühle in Bad Großpertholz
Kategorien: Niederösterreich - Kunterbunt
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In der Waldviertler Papiermühle Mörzinger in Bad Großpertholz sehen Kinder und Eltern bei der Herstellung von handgeschöpftem Büttenpapier zu und können auch ein eigenes Blatt schöpfen und mit nach Hause nehmen.
Seit 1789 produziert die Waldviertler Papiermühle, auch Wurzmühle genannt, in Bad Großpertholz Waldviertler Bütten aus reinen weißen Baumwollresten (holzfrei) nach alter Überlieferung. Familien können den Vorgang der Büttenherstellung mitverfolgen.
Die Waldviertler Papiermühle bekommt Stoffreste aus reiner verwebter Baumwolle geliefert. Diese werden im sogenannten Hadernschneider in kleine Fetzen (Hadern) zerschnitten. Im Holländer, einem schweren Granittrog, werden 25 kg Baumwolle mit 1.000 Liter Wasser gemahlen - dieser Vorgang dauert 40 Stunden.
Anschließend wird die weiße breiige Papiermasse wird mit einem Schöpfgeschirr aus Holz in die Butte gegossen. Durch die Zugabe von Wasser in unterschiedlicher Menge lässt sich die Stärke des Papiers bestimmen. Mit einem Sieb wird dann jeder Bogen einzeln geschöpft. Für jedes Format gibt es ein eigenes Sieb.
Durch das Gautschen wird dem Papier überschüssiges Wasser entzogen, ehe die Bögen in speziellen Holzklapperln zum Trocknen aufgehängt werden. Der typische Büttenrand ist ein Qualitätszeichen vom handgeschöpftem Büttenpapier.
Die Dauer der Führung beträgt circa 1 Stunde, mit Schauschöpfen müssen 1,5 Stunden veranschlagt werden.
Die Waldviertler Papiermühle der Familie Mörzinger ist über die Landesstraße zwischen Schloss und Postamt in Bad Großpertholz zu erreichen.