Reisen mit Kindern

Flug- und Fernreisen mit Kindern stressfrei erleben. So funktioniert’s.

Wenn der Urlaub naht, dann herrscht in vielen Familien der Ausnahmezustand. Schnell müssen noch Besorgungen erledigt werden und die Wäsche muss auch noch gewaschen, gebügelt und gepackt werden. All diese ganz normalen Vorbereitungen auf den Urlaub setzen die Familie bereits vor Urlaubsantritt unter Druck. Und dann geht’s nicht mal mit dem Auto in den Urlaub, denn die erste Flug- bzw. Fernreise mit den Kindern steht an. Worauf zu achten ist, dass dies stressfrei funktioniert, verrät dieser Beitrag.

Abbildung 1: Abenteuer Flugreise: Wer das erste Mal mit dem Nachwuchs eine Fernreise antritt, sollte im Vorfeld möglichst viele "familienfreundliche Details" in Erfahrung bringen.

Familiengerechte Unterkunft auswählen

Die ersten Vorkehrungen für einen entspannten Familienurlaub trotz Flugreise können bereits weit im Vorfeld getroffen werden – und zwar bei der Wahl der Unterkunft. Tipp: Familien sollten ganz gezielt nach Familienunterkünften suchen. ETI empfiehlt in diesem Zusammenhang beispielsweise die RED SEA HOTELS und erklärt diese Wahl so:

-        Das Preis-Leistungsverhältnis. Wer sich für die eingangs genannte Unterkunft entscheidet, der kann sich über einen Kinderfestpreis freuen, der bis zu einem Alter von 13 Jahren gewährt wird. Das All-Inklusive-Programm mit Eis, Getränken und Mittagessen ist auch bei einer Halbpension-Buchung dabei. Tipp für Eltern: Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft grundsätzlich darauf, dass Sie sich entweder selbst versorgen können oder, dass Ihre Kinder die Option haben, nicht nur zu starren Essenszeiten zu essen, sondern besser mehrmals am Tag.

-        Die Unterbringung. Ab einer vierköpfigen Familie empfiehlt sich die Wahl eines Familienzimmers, denn diese sind nicht nur größer dimensioniert, sondern bieten auch einen separaten Raum für die Eltern und einen für die Kinder. Elterntipp: Wer mit Baby verreist, sollte nach speziellen Baby Suiten fragen, die beispielsweise mit einem Wickeltisch oder einem Kindersitz ausgestattet sind. Wer sich im Vorfeld erkundigt, hat sicherlich weniger Gepäck.

-        Die Attraktionen im Hotel. Wer sich als Familienhotel bezeichnet, der sollte kinderfreundliche Restaurants, einen Kinderspielplatz sowie ein Kinderbecken und kindgerechte Animation bieten. Darauf sollten Eltern achten: Offeriert ein Hotel beispielsweise die Option, am Abreisetag erst dann das Zimmer verlassen zu müssen, wenn der Bustransfer vorfährt, ist das ein besonders großzügiges Angebot. Wer dann noch Verpflegungsleistungen ohne Aufpreis gewährt, hat die Auszeichnung als „familienfreundliche Einrichtung“ inhaltlich in jedem Fall verdient.

Tipp: Die Auszeichnung als „familienfreundliche Einrichtung“ ist im Grunde ein sehr schwammiger Begriff, deswegen ist ein Blick in die Angebotsdetails in jedem Fall ratsam. Wichtig ist auch, dass es dem Alter der Kinder entsprechende Angebote gibt. Ein 12-Jähriger ist im Babyclub ebenso fehl am Platz wie ein Dreijähriger in der Teenie-Disco.

Abbildung 2: Das familienfreundliche Angebot muss in jedem Fall zum Alter der Kinder passen. Ein Baby kann den Urlaub am brausenden Meer weniger genießen als Kinder, die beim Wellenhüpfen Spaß haben.

Gut informieren und bewusst packen

Zugegeben, es ist selbstverständlich deutlich entspannter, Kleidung, Spielzeug und alles andere, was sonst noch im Urlaub benötigt wird, einfach in den Kofferraum des Autos zu pfeffern und loszubrausen, aber das ist bei einer Fern- bzw. Flugreise einfach nicht drin. Hier gilt es das Urlaubsgepäck darauf zu reduzieren, was auch wirklich benötigt wird. Tipp: Eltern sollten das maximale Gepäckgewicht nicht ausreizen, denn meist wird im Urlaub das eine oder andere Andenken erstanden, was dann gewichtstechnisch auch noch on top kommt.

Entscheidend kann die Wahl des Fluganbieters sein, denn auch hier gibt es familienfreundliche Airlines, die großzügiger mit Kindergepäck und Sperrigem – wie etwa dem Kinderwagen – umgehen. Kidsaway hat als Orientierungshilfe die Gepäckbestimmungen verschiedener Anbieter zusammengetragen. Tipp für den Familienurlaub: Eltern können die Entscheidungsparameter

-        Handgepäck,

-        Freigepäck und

-        Übergepäck (bzw. Gebühren)

vor der Buchung grundsätzlich abklären und direkt vor Reiseantritt noch einmal auf Aktualität überprüfen. Inhaltlich betrachtet gibt es vor allem einen Rat: Eltern sollten für ihren Nachwuchs das mit in die Flugkabine nehmen, womit sie sich gerne beschäftigen, was in den beengten Platzverhältnissen überhaupt möglich bzw. spielbar ist und, was ihnen Geborgenheit schenkt. Das Kuschelhörnchen aus dem heimischen Bett kann dabei helfen, die lange Flugzeit mit einem Mittagsschlaf zu verkürzen. Auch ist es noch aus einem zweiten Grund besonders wichtig, die liebsten Spielsachen und Schlafhilfen im Handgepäck zu verwahren: Wenn nämlich das Hauptgepäckstück vielleicht bei einem Umstieg nicht mit transferiert wird und nachgeliefert werden muss, dann gibt es zwar einen Pauschalbetrag, um am Urlaubsort die nötigsten Dinge einzukaufen – den heißgeliebten Kuschelbären gibt es allerdings sicher nicht.

Nerven bewahren!

Abbildung 3: Das Kuscheltier, das zuhause für süße Träume sorgt, darf auch im Urlaub nicht fehlen.

Die Anreise zum Flughafen ist der Höhepunkt einer meist nervenaufreibenden Zeit, aber für Eltern ist es enorm wichtig, sich den erhöhten Stresslevel nicht anmerken zu lassen. Unterm Jahr überträgt sich das Stresslevel rasend schnell auf den Nachwuchs, das ist sicherlich jedem schon einmal bewusst geworden. Doch vor dem unbekannten Weg zum unbekannten Reiseobjekt (z.B. zum Flugzeug) erhöht sich genau diese Anspannung noch einmal enorm – und das merken auch die Kinder.

Ein vorbereitendes Buch kann an dieser Stelle beiden Seiten helfen, denn wenn die Kinder frohen Mutes das Abenteuer Fernreise ansteuern, dann entfällt für die Eltern schon mal ein weiterer Stressfaktor – nämlich nervöse und quengelnde Kinder. Achtung: Wer unter Flugangst leidet, sollte Ausflugsziele in der Region ins Auge fassen – oder vielleicht im Vorfeld einen Arzt konsultieren, der pflanzliche Beruhigungsoptionen kennt.

 

Abbildung 1: pixabay.com © NTavia (CC0 Public Domain

Abbildung 2: pixabay.com © jill111 (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: pixabay.com © dagon_ (CC0 Public Domain)

 

 

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