Wandern mit Kindern – Tipps für den Aktivurlaub

Wandern mit Kindern – Tipps für den Aktivurlaub
 
Beim Wandern mit Kindern gilt es einiges zu berücksichtigen. Dies gilt vor allem, wenn du einen ganzen Wanderurlaub planst. Dabei geht es nicht nur darum, dass die kleinen Füße noch nicht so weite Strecken laufen können. Ein Wanderurlaub mit Kindern will von Anfang an gut geplant sein, damit er ein voller Erfolg wird. Wir haben die wichtigsten Tipps für eine durchdachte Planung, für Wanderalternativen bei Regentagen und den Kampf gegen Langeweile auf langen Wanderrouten. Damit die ganze Familie einen entspannten Urlaub genießen kann.
 
 
Pixabay.com ©MaBraS CC0 Public Domain
Auf ins Abenteuer. Ein Wanderurlaub mit Kindern ist eine tolle Gelegenheit, die Natur zu entdecken und gemeinsam viele schöne Erinnerungen zu sammeln.
 
Gut geplant ist halb erholt
Österreich und Tirol ziehen Jahr für Jahr unzählige Wanderer an, die hier ihren Aktivurlaub verbringen wollen. Das ist kein Wunder, denn hier befinden sich einige der schönsten Wanderregionen Europas. Dazu gehören die Gegend um Zell am See, Wachau und der Wienerwald, die Kitzbüheler Alpen, die Hochkönig-Region, der Salzburger Nationalpark Hohe Tauern, das Stubaital, das Zillertal, das Ötztal und das Karwendelgebirge. Und die Liste ließe sich noch beliebig fortführen. In jedem Fall haben wir in Österreich den Vorteil, keine besonders langen Anfahrten mit Kind und Kegel auf uns nehmen zu müssen, um bei einem Wanderurlaub die Natur hautnah zu erleben. Wer mit Kindern unterwegs ist, ist allerdings gut beraten, bei der Suche nach dem passenden Ziel nicht nur nach den schönsten Wanderrouten zu gehen. Denn: gut geplant ist halb erholt.
 
Beim Wandern mit Kindern bietet es sich an, darauf zu achten, dass auf den geplanten Strecken stets ein Highlight oder Ziel liegt. Denn die Aussicht auf den beeindruckenden Wasserfall, die unheimliche Höhle, den Sprung in den Bergsee, das Picknick am Waldspielplatz oder die Fahrt mit der Gondelbahn hält die Motivation aufrecht. Vor allem in den Naturparks finden sich auch zahlreiche Erlebnispfade und Forscherpfade, die für Abwechslung auf dem Weg sorgen.
 
Unterkunft als Rückzugsort und Ausgangspunkt
Ob der Bergbauernhof mit Kinderbetreuung, die klassische Ferienwohnung oder das Hotel mit 4 Sternen in Tirol – die Unterkunft sollte zu euch als Familie und euren individuellen Bedürfnissen passen. Vielleicht seid ihr einfach glücklich, wenn ihr unter euch bleibt und abends bei ein paar Brettspielen den Tag ausklingen lasst. Vielleicht freuen sich die Eltern aber auch über die Sauna, in der sie nach einer Wanderung entspannen können und die Kinder toben lieber noch im Pool oder zwischen Heuballen in einem Stall.
 
An Alternativen denken
Wer mit Kindern Wandern geht, muss damit rechnen, dass die Wanderlust nicht an jedem Tag vorhanden ist. Im Idealfall plant ihr von Anfang an Tage ein, an denen ihr nicht Wandern geht, sondern etwas anderes Tolles unternehmt. Und auch für Regenwetter solltet ihr immer ein Ass im Ärmel haben. Am besten achtet ihr daher bei der Urlaubsplanung demnach auch darauf, welche Highlights neben den Wanderrouten das Ziel eurer Träume zu bieten hat.
 
Mögliche Highlights abseits der Wanderwege:
 
  • Kletterwälder
  • Kletterhallen
  • Badeseen
  • Seilbahnen
  • Tierparks und Streichelzoos
  • Erlebnisbauernhöfe
  • Hallenbäder
  • Indoorspielplätze
  • Wassersportoptionen
  • Museen
  • Abenteuerspielplätze
 
 
Pixabay.com ©Alexas_Fotos CC0 Public Domain
So weit die kleinen Füße tragen – vor allem mit Baby und Kleinkind wollen die Wanderrouten gut ausgewählt sein.
 
Wandern mit Kindern: kleine Füße – viele Schritte
Was ist eigentlich die richtige Weglänge beim Wandern mit Baby, Kleinkindern und älteren Kindern? Ihr kennt natürlich eure Kinder am besten und wisst, was ihr ihnen zutrauen könnt. Doch gerade beim ersten Wandern mit Kindern können ein paar Anhaltspunkte hilfreich sein. 
 
Beim Wandern mit Baby hängt die Länge und Beschaffenheit der Strecke in erster Linie von der eigenen Fitness ab und davon, wie wohl sich das Baby in der Trage oder Kraxe fühlt. Dies sollte am besten vorher ausgetestet werden – vor allem, wenn das Baby im Alltag eher im Kinderwagen gefahren wird. Bei einem kleinen Baby von unter einem halben Jahr empfiehlt es sich, es zunächst langsam anzugehen, mit Strecken von bis zu 5 Kilometern Länge. Ältere Babys in der Kraxe können auch schon gut eine Wanderung von bis zu 10 Kilometern mitmachen.
 
Für das Wandern mit Kleinkindern empfiehlt der Deutsche Wanderverband als Faustregel für die Länge der Strecke:
 
Streckenlänge = Lebensalter des Kindes x 1,5.
 
Bei der Streckenplanung sollte jedoch auch das Kleinkindtempo berücksichtigt werden. Und das kann erfahrungsgemäß schon einmal bei gefühlten 0,2 km/h liegen, wenn es etwas Spannendes am Wegesrand zu entdecken gibt. Entsprechend sollte mit Kleinkindern auch auf kurzen Wegen die benötigte Zeit geplant werden. Und wenn die Tour länger sein soll, empfiehlt es sich, das Kind abwechselnd in der Kraxe zu tragen und selber laufen zu lassen, um ein bisschen Strecke zu machen.
 
Ab einem Alter von etwa sieben Jahren bewältigen die meisten Kinder bereits Routen mit einer Wegstrecke von 10 Kilometern und mehr.
 
Gegen die Langeweile – der Weg ist das Ziel
Ein Ziel vor Augen zu haben ist schon einmal eine gute Sache. Dennoch kann gerade auf längeren Strecken zwischendurch Langeweile aufkommen. Um der klassischen „Wann sind wir da?“-Frage zu entgehen, bietet es sich an, ein paar Spiele in petto zu haben, die aus dem Weg das Ziel machen. Dabei muss es nicht immer das klassische „Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst“ sein. Fantasie ist gefragt. Jeder sucht sich den perfekten Wanderstab, der sich bei Bedarf in einen Zauberstab verwandeln lässt und ihr animiert die Kinder, sich vorzustellen, sie wären Magier, die in einer wichtigen Mission einen Berg voller Gefahren überqueren müssen. Oder ihr verwandelt euch in Forscher. Nehmt einen Fotoapparat und einen Skizzenblock mit. Lasst die Kinder alles fotografieren, was ihnen interessant vorkommt oder besondere Blüten und Blätter abzeichnen. Bei einer kleinen Pause ist „Mein Baum, dein Baum“ ein schönes Spiel. Informiert euch vor der Tour über Sagen und Legenden aus der Gegend, die ihr beim Wandern erzählen könnt. Oder denkt euch beim Stoppgeschichten erzählen selbst gemeinsam etwas aus. Einer beginnt mit einer Geschichte, wenn dem Nächsten etwas dazu einfällt, sagt er laut „Stopp“ und führt die Story mit seiner Idee fort. 
 
Und natürlich dürfen leckere Snacks für viele kleine Pausen nicht fehlen.
 
Fazit
Ein Wanderurlaub mit Kindern kann mit der richtigen Planung ein erinnerungswürdiges Ereignis für die ganze Familie werden. Und das Beste ist: Wenn ihr die Kinder frühzeitig an das Wandern gewöhnt, kann dies der Auftakt zu einem tollen Familienhobby werden, das ihr auch im Alltag pflegen könnt.

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